Möchten Sie mehr über die ProRaD-Studie erfahren?


Die Neurodermitis (atopische Dermatitis (AD), atopisches Ekzem) ist eine der häufigste chronisch-entzündliche Hauterkrankungen. Hierbei sind 11-21% der Bevölkerung in Nordeuropa betroffen, wobei in Deutschland ca. 23% der Säuglinge und Kleinkinder, 8% der Schulkinder und 2-4% der Erwachsenen Gesundheitsleistungen aufgrund der Neurodermitis in Anspruch nehmen. Sie ist durch stark juckende Ekzeme an typischen Körperstellen, eine gestörte Hautbarriere sowie eine Fehlregulation des Immunsystems mit einer Neigung zu Allergien sowie Hautinfektionen gekennzeichnet.

Neurodermitis tritt gehäuft familiär auf und besitzt einen starken genetischen Hintergrund. Die Ursachen sind jedoch nicht vollständig geklärt. Umweltfaktoren und ein veränderter Lebensstil können die Krankheit begünstigen bzw. eine bestehende Neurodermitis verschlechtern.

Bei einem erheblichen Teil der Patienten, vor allem bei Kindern, kommt es zu einer spontanen Abheilung oder es entwickelt sich zumindest eine milde Form der Erkrankung. Bei einigen Kindern besteht die schwere Erkrankung hingegen bis zum Erwachsenenalter.
Die meisten der Patienten entwickeln Allergien & begleitende allergische Erkrankungen: Nahrungsmittelallergie/Heuschnupfen/Asthma.
 

"Was können wir aus dem natürlichen Verlauf allergischer Erkrankungen lernen?"


Bei der ProRaD-Studie handelt es sich um eine multizentrische (5 Zentren in Deutschland und der Schweiz) Beobachtungsstudie mit der Gewinnung von Biomaterialien (Blut, Gewebe und Hautabstriche). 

Die ProRaD-Studie soll dabei helfen:

  • das Verständnis von Mechanismen zu verbessern, welche die Entstehung und den Verlauf der Neurodermitis und begleitenden allergischen Erkrankungen beeinflussen
  • das zum Teil sehr unterschiedliche klinische Bild (sogenannter „Phänotyp“) besser zu charakterisieren.
  • klinisch relevante und validierte Biomarker zu entwickeln
  • neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung der Neurodermitis sowie begleitender Erkrankungen zu entwickeln.