Workpackage 3 – Remission und Immuntoleranz bei atopischen Erkrankungen verstehen

Leitung: Prof. Dr. med. Dr. ès sci. Thomas Bieber, MDRA, Bonn

Die Neurodermitis ist die häufigste chronisch-entzündliche Hauterkrankung und gilt als Anfangsphase des sogenannten atopischen Marsches. Unter den allergischen Erkrankungen scheint Neurodermitis eine paradigmatische Krankheit zu sein, denn bei betroffenen Kindern ist vor der Adoleszenz eine erhebliche Remissionsrate (ca. 40%) festzustellen. Es wird angenommen, dass diese Remission zumindest teilweise auf noch zu erforschende Mechanismen zurückzuführen ist, die zu einer Immuntoleranz gegenüber Umwelteinflüssen wie Allergenen führen. Diese Mechanismen wurden bisher jedoch noch nicht systematisch untersucht. Deshalb wird die Neurodermitis als Modellkrankheit herangezogen, um die – spontanen oder therapieinduzierten – Mechanismen zu untersuchen, die zur Remission einer chronisch-entzündlichen allergischen Reaktion führen. Diese Forschungsarbeiten werden einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten haben.

  • WP3 wird die zentrale Thematik des gesamten Projektes (nach dem Motto: «Was können wir aus dem natürlichen Verlauf allergischer Erkrankungen lernen») in beispielhafter Weise bearbeiten.
  • Ziel ist es, Mechanismen der Remissionsphase der Neurodermitis aufzuklären und prädiktive Biomarker zu bestimmen, die speziell für diese Patientenuntergruppen charakteristisch sind.
  • Dadurch können neue massgeschneiderte Strategien in der Prävention und Behandlung der Neurodermitis und anderer atopischer Erkrankungen im Sinne der stratifizierten Medizin umgesetzt werden.