Workpackage 4 – Verlauf von atopischen Erkrankungen und Erkenntnisse für die Prävention 

Leitung: Prof.  Dr.  med. Roger Lauener,  St.Gallen/Davos

Dieses Workpackage trägt zum allgemeinen Forschungsthema von CK-CARE in Bezug auf den natürlichen Verlauf von atopischen Erkrankungen in der frühen Kindheit bei. 

So konnte in jüngsten Forschungsarbeiten Asthma, wie auch die atopische Dermatitis, nach Alter bei Krankheitsbeginn und nach natürlichem Verlauf in verschiedene Phänotypen eingeteilt werden. Allerdings ist noch immer nicht bekannt, was den natürlichen Verlauf bestimmt. Prospektive Daten sollten daher so früh wie möglich im Leben, bestenfalls schon während der Schwangerschaft, erhoben werden. Das Ziel besteht darin, erstens die Faktoren zu untersuchen, die vor der Entwicklung einer Allergie schützen, und zweitens diese Ergebnisse in neuartige präventive und therapeutische Ansätze umzusetzen. Unsere bisherigen Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die Ernährung, insbesondere beim Säugling, die Entwicklung von Neurodermitis und von Asthma verhindern kann. Bestimmte Nahrungsmittelbestandteile erwiesen sich als besonders vielversprechend. Nun sollen diese Ergebnisse zur praktischen Anwendbarkeit in klinischen Studien führen (Translation). 

  • Wir prüfen, ob die Anreicherung der Ernährung mit bestimmten Nahrungsmittelbestandteilen die Entwicklung von Neurodermitis und Asthma beim gesunden Kind verhindert (Prävention), das Abheilen der Krankheit (Remission) beim bereits an Neurodermitis Erkrankten begünstigt oder das Fortschreiten der Erkrankung von Neurodermitis zu Asthma verhindert.
  • Dazu reichern wir die Ernährung von einerseits gesunden Säuglingen, andererseits von Patienten mit Neurodermitis mit den erwähnten Nahrungsmittelbestandteilen an und kontrollieren den Verlauf über die gesamte Studiendauer.
  • Während der Studiendauer werden Daten zu Klinik und Umwelt sowie Blut- und Gewebeproben gesammelt, damit untersucht werden kann, welche Probanden ein besonderes Risiko haben, im Laufe der Zeit Allergien zu entwickeln und welche besonders gut auf die Behandlung ansprechen (Biomarker). 

 

Informationen zur CARE-Kinderstudie