21. Juni 2018  

SAMDhealth - Chancengleichheit für allergiebetroffene Jugendliche

Eine allergische Erkrankung kann Betroffene in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Deshalb hat die Schweizerische Alpine Mittelschule (SAMD) 2016 in Zusammenarbeit mit der Hochgebirgsklinik Davos (HGK) und der Stiftung aha! das Programm SAMDhealth ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schülern mit chronischen Erkrankungen optimale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Ausbildung zu bieten. Dabei werden Rücksicht auf die Bedürfnisse jedes einzelnen genommen und die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Matura begleitet. 

Severin Gerber, Rektor der SAMD im Interview mit Dr. med. Caroline Roduit, Universitätsspital Zürich und Ostschweizer Kinderspital St. Gallen & Hochgebirgsklinik Davos, Dr. med. Claudia Müller, Kinderarztpraxis Baden und Doris Straub Piccirillo, CK-CARE AG.

Das ausführliche Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Kinderärzte Schweiz.

 
4. Juni 2018  

Jahresbericht 2017

Sowohl in der Forschung als auch in der Edukation kann CK-CARE für 2017 weitere wichtige Resultate vorweisen, die direkte Wirkung für Allergiebetroffene haben.

Neben der intensiven Forschung über den natürlichen Verlauf von allergischen Erkrankungen wurde das Berichtsjahr geprägt vom Fokus auf die Implementierung und den Betrieb der CK-CARE Daten- und -Biobank. Bis Ende Berichtsjahr konnten Daten und Proben von insgesamt 482 Patienten erfasst werden. Um die vielschichtigen Ursachen und sehr individuellen Entwicklungen von Allergien erforschen zu können, müssen die CK-CARE-Forschungsgruppen Blut- und Hautproben von möglichst vielen Patientinnen und Patienten über einen möglichst langen Beobachtungszeitraum zur Verfügung haben. Die Patienten und die Proben müssen detailliert erfasst und charakterisiert sein und können dann zu geeigneten Zeitpunkten mit modernsten Analysemethoden untersucht werden.

Jahresbericht 2017 der CK-CARE

 
2. Juni 2018  

Neurodermitis: Wie wichtig das Mikrobiom für die Haut ist

«Einstein» eine Sendung des Schweizer Fernsehen zeigt die neusten Erkenntnisse über unser grösstes und zugleich am wenigsten beachtete Organ – die Haut.

Pilze, Bakterien, Viren, Einzeller: Das sogenannte Mikrobiom ist für unsere Augen unsichtbar, doch auf unserer Hautoberfläche tummeln sich Milliarden von lebenden Mikroorganismen. Ist das Mikrobiom im Gleichgewicht, dann geht es der Haut gut – wenn nicht, dann entstehen Hautkrankheiten wie Neurodermitis. Prof. Claudia Traidl-Hoffmann und Prof. Peter Schmid-Grendelmeier führen aus, dass die Haut von Patienten mit Neurodermitis mit dem krankmachenden Bakterium Staphylokokkus aureus stark besiedelt ist. Neuere Forschungsergebnisse von CK-CARE zeigen auf, dass sich dieses Bakterium auf Kosten von «guten» Keimen ausbreitet und damit das ausgeglichene Mikrobiom der Haut zerstört. Diese Erkenntnisse sollen nun im Hinblick auf Behandlungsmethoden für Neurodermitis untersucht werden.

SRF - Sendung Einstein vom 31. Mai 2018

 
5. Mai 2018  

Allergiecampus: Grundstein am 4. Mai gelegt

In Anwesenheit des Regierungsrats und Volkswirtschaftsdirektors des Kantons Graubünden, Dr. Jon Domenic Parolini, des Landammanns der Gemeinde Davos,  Tarzisius Caviezel, und des Stifterehepaars, Christine und Klaus-Michael Kühne, wurde heute auf dem Areal Davos Wolfgang der Grundstein für ein modernes Forschungs- und Konferenzgebäude gelegt, dem Kern des zukünftigen Allergiecampus Davos. Die auf  diese Weise angestrebte translationale Zusammenarbeit soll eine neue Ära in der Bekämpfung der Volkskrankheit „Allergien“ einleiten.  

Das CK-CARE Direktorium mit dem Stiftepaar Kühne  

„Mit der heutigen Grundsteinlegung verwirklicht die Kühne-Stiftung ihre Absicht, in Davos Wolfgang ein Zentrum für Forschung, Therapie und Edukation im Allergie- und Asthmabereich zu schaffen“, sagte Prof. Dr. h.c. Klaus-Michael Kühne, gemeinsam mit seiner Frau Christine Kühne Initiatoren und Wegbereiter des Projekts. „Allergien sind eine Volkskrankheit von globaler Tragweite und es gilt, deren gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen zu minimieren. Zugleich unterstützen wir mit unserem innovativen Ansatz die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Forschung und Heilmethoden im Höhenluftkurort Davos.“ 
 
 
In Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang, die Klaus-Michael Kühne durch den Erwerb der Immobilien über seine Kühne Real Estate AG ermöglichte, konnte ein optimal geeigneter Standort für den Allergiecampus gesichert werden. 
Es entsteht ein vierstöckiges Gebäude mit rund 3.600 m2 Geschossfläche, das sich an das Haupthaus der HGK anschliesst. In den beiden Obergeschossen werden modernste Labor- und Büroräumlichkeiten eingerichtet, während die Infrastruktur in den beiden unteren Stockwerken auf Tagungen, Schulungen und den Austausch von Forschern, Ärzten und Ausbildern ausgerichtet ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund CHF 18 Mio., wovon die öffentliche Hand CHF 4,5 Mio. mitträgt. Der Bauabschluss ist für Sommer 2019 geplant. 
 
Regierungsrat Dr. Jon Domenic Parolini, Vorsteher Departement für Volkswirtschaft und  Soziales Graubünden: „Auf dem Areal der  Hochgebirgsklinik soll ein einzigartiger Campus errichtet werden, der auf der Geschichte und Tradition des Kurorts und des Kantons aufbaut.  Hier werden Ausbildung, Forschung und klinische Anwendung an einem Standort vereint – eine Vernetzung von Kompetenzen höchster Qualität, von denen der Kanton Graubünden wichtige volkswirtschaftliche Impulse erwartet.“ 
 
Landammann Tarzisius Caviezel: „Unser Dank gilt der Kühne-Stiftung, die für Davos Vorbildliches geleistet hat und unverändert leistet. Seit 2009 fördern Christine und Klaus-Michael Kühne über ihre Stiftung das in Davos gegründete Christine Kühne-Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), ein Forschungs- und Ausbildungszentrum auf dem Gebiet der Allergiekrankheiten, das besondere Anerkennung verdient. Durch ihr grosses Engagement konnte die Insolvenz der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang abgewendet und deren Neuausrichtung mit interessanten Entwicklungsperspektiven eingeleitet werden. Der Allergiecampus stellt ein Leuchtturmprojekt dar, das den Forschungs- und Gesundheitsplatz Davos massgeblich stärken wird.“ 

 

Artikel Südostschweiz vom 5. Mai 2018
Artikel Davoser Zeitung vom 8. Mai 2018

 

 
5. Februar 2018  

Auszeichnung für Schweizer Medizinforschung - Dr. Caroline Roduit 

Zum 27. Mal verlieh die Stiftung Pfizer Forschungspreis ihre Auszeichnung an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. 18 junge Forscherinnen und Forscher aus Basel, Bellinzona, Genf, Lausanne, St. Gallen und Zürich erhielten am 1. Februar 2018 den diesjährigen Pfizer Forschungspreis. Sie werden für ihre exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten an Schweizer Forschungsinstituten oder Spitälern geehrt.

Die Forschungsgruppe um Dr. Caroline Roduit, Universitäts-Kinderspital Zürich und CK-CARE, Davos, wollte die Entwicklung der atopischen Dermatitis bei Kindern besser verstehen, basierend auf Beginn und Verlauf der Krankheit in der Kindheit.

«Die Phänotypen der atopischen Dermatitis sind mit unterschiedlichen Risiken für andere Allergien assoziiert.»

Dazu wurden Daten aus einer ländlichen Geburtenkohorte aus fünf europäischen Ländern (Österreich, Finnland, Frankreich, Deutschland und Schweiz) bei 1038 Kindern analysiert: Es zeigten sich drei verschiedene Phänotypen (Erscheinungsformen) der atopischen Dermatitis. Zwei davon mit frühem Auftreten, mit Beginn im Alter von unter zwei Jahren, wobei eine Form sich als frühes Auftreten mit vorübergehenden Symptomen, die andere Form sich als frühes Auftreten mit bestehenden Symptomen zeigte. Der dritte, spätere Phänotyp begann nach dem Alter von 2 Jahren. Kinder mit einem frühen Erscheinen der atopischen Dermatitis, insbesondere mit andauernden Symptomen, zeigten das höchste Risiko für die Entwicklung von Asthma und Nahrungsmittelallergien. Das zeigt auf, dass vor allem diese Kinder mit einer früh auftretenden atopischen Dermatitis mit bestehenden Symptomen speziell bezüglich Allergieprävention überwacht werden sollten.

Phenotypes of Atopic Dermatitis Depending on the Timing of Onset and Progression in Childhood. Caroline Roduit, Remo Frei, Martin Depner, Anne M. Karvonen, Harald Renz, Charlotte Braun-Fahrländer, Elisabeth Schmausser-Hechfellner, Juha Pekkanen, Josef Riedler, Jean-Charles Dalphin, Erika von Mutius, Roger Pascal Lauener and the PASTURE study group. JAMA Pediatr. 2017 Jul 1;171(7):655-662

Weitere Impressionen Pfizer Preisverleihung

 

AGENDA

15. September 2018, Davos, Allergiecampus/Hochgebirgsklinik
15. September 2018, Davos, Allergiecampus/Hochgebirgsklinik
15. September 2018, Davos, Allergiecampus/Hochgebirgsklinik
Mehr...